Montag, 22. August 2016

In welchen Städten wird es einen Boom am Häusermarkt geben?

Frankfurt/Berlin (dpa) – Der deutsche Immobilienmarkt boomt – dabei wird aber das Risiko einer gefährlichen Überhitzung nach Einschätzung von Experten größer.

In Ballungsräumen klettern die Preise und Mieten immer weiter, die Auftragsbücher der Baufirmen quellen über, billige Baukredite sind eine günstige Gelegenheit für Häuslebauer. Besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München ist Wohnraum Mangelware – Fachleute warnen bereits vor einer Immobilien-Blase.

Richtig teuer ist Wohnen nach wie vor in München. 16,90 Euro pro Quadratmeter zahlt man dort inzwischen nach Berechnungen des Immobilienunternehmens JLL im Durchschnitt für eine neu angemietete Wohnung – Tendenz steigend. Und das ist kein Einzelfall.

In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Stuttgart und München zusammengenommen lag der Preisanstieg in der ersten Jahreshälfte 2016 gegenüber dem Vorjahr bei sechs Prozent, so hoch wie seit Beginn der Datenerhebung 2004 nicht mehr.

Die saftigen Mieterhöhungen gehen auf ebenso kräftig steigende Immobilienpreise zurück. Einige Beobachter sehen das mit Sorge. „In immer mehr Regionen deutet der Anstieg der Preise für Wohnhäuser auf übersteigerte Preiserwartungen und damit die Gefahr einer Immobilienblase hin“, sagt Roland Döhrn, Ökonom beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen.

Nach Berechnungen von Volkswirten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich liegt das Niveau der Immobilienpreise in Deutschland mehr als 10 Prozent über dem Langfristigen Durchschnitt – ein Warnsignal, das regelmäßig vor Finanzkrisen zu beobachten sei.

„Der Immobilienboom nimmt immer mehr Züge einer Blase an“, sagt auch Ralph Solveen von der Commerzbank. Das Problem: Laut Solveen koppeln sich die Preise von anderen wichtigen Faktoren ab. So steigen sie seit 2010 schneller als die Mieten, schneller als das allgemeine Preisniveau und schneller als die Einkommen der Privathaushalte.

Das private Forschungsinstitut Empirica diagnostiziert bei acht von zwölf untersuchten Großstädten eine „eher hohe Blasengefahr“. Die Lage könne zudem durch das Brexit-Votum noch angespannter werden – denn nicht wenige britische Unternehmen könnten ihre Firmensitze nach Deutschland verlagern. Das wäre gut für die deutsche Wirtschaft, könnte aber auch die Immobilienpreise weiter in die Höhe treiben.

Allerdings ist die Situation je nach Region sehr unterschiedlich. Während viele Großstädte boomen, haben kleine Kommunen auf dem Land oft mit Wohnungsleerstand zu kämpfen. Einige Hausbesitzer finden kaum noch Käufer. Dennoch: Auch in 140 Landkreisen in Deutschland gibt es laut Empirica eine „mäßige bis hohe Blasengefahr“.

Bislang übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum in den Boom-Regionen bei weitem das Angebot. „Der Nachfrageüberhang im Wohnungsmarkt ist hoch und in den letzten Jahren gewachsen“, erklärt Eric Heymann von der Deutschen Bank. Bauunternehmen kommen kaum hinterher. Die Auslastung war im ersten Halbjahr 2016 laut Statistischem Bundesamt so hoch wie seit Beginn der Aufzeichnungen 1991 nicht. Der Umsatz aller deutschen Baufirmen ab 20 Mitarbeitern habe im Mai bei 5,8 Milliarden Euro gelegen – so hoch wie zuletzt 2000. Die Stimmung in der Branche ist dem Münchner Ifo-Institut zufolge auf Rekordniveau.

Aber was passiert, wenn die Kehrtwende zu schnell kommt, wenn also die mutmaßliche Blase platzt? Diese Gefahr sieht Solveen unter anderem, weil die Branche noch Rückenwind von der Europäischen Zentralbank (EZB) habe. Die Währungshüter versuchen mit Null- und Minuszinsen sowie milliardenschweren Anleihekäufen, die Kreditvergabe zu befeuern. Dadurch sanken die Hypothekenzinsen auf Tiefstwerte.

Das Problem daran: Inzwischen gibt es kaum noch Spielraum nach unten. Fallen aber die Zinsen nicht weiter, während die Immobilienpreise weiter anziehen, dann entstehe die Gefahr einer deutlichen Korrektur.

Zwar ist in Deutschland eine exzessive Vergabe von Hypothekenkrediten nicht in Sicht, wie sie in den USA oder Spanien vor der Finanzkrise stattfand. „Trotz der niedrigen Zinsen steigen die Wohnungsbaukredite nur moderat an“, sagt Jens Mehrhoff von der Bundesbank. Aber Edgar Walk, Chefvolkswirt des Bankhauses Metzler, sieht „erste bedenkliche Entwicklungen“. So gebe es hierzulande bereits Finanzierungen von 110 Prozent des Kaufpreises. Die jeweilige Bank gibt also einen Kreditbetrag an den Hauskäufer, der den Preis des Hauses übersteigt – ein Phänomen, das in den USA vor der Finanzkrise weit verbreitet war

Quelle: http://goo.gl/rM45gY



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Dienstag, 9. August 2016

Fahrrad 2.0

Sie werden nirgends etwas Vergleichbares finden, sagen die Macher dieses spektakulären Zweirads. Das Cyclotron soll nicht weniger als eine neue Evolutionsstufe einläuten. „Wir glauben, Cyclotron ist die Zukunft!“

Aber was kann dieses Wunderding, das „herkömmliche“ Fahrräder wie nostalgische Sammlerstücke wirken lässt?

► Es ist das erste Serien-Bike ohne Radnabe.
► Die Räder werden beleuchtet. Durch Sensoren wird die Beleuchtung bei Dunkelheit automatisch aktiviert.
► Die Batterie ist im Rahmen versteckt und hält bis zu acht Stunden. Ein Dynamo lädt den Speicher während der Fahrt nach.
► Der Clou: Laser sorgen für eine Begrenzungsstreifen-Projektion, die überholenden Autofahrern als Orientierungshilfe dienen soll.
► Die luftlosen Reifen sind aus Polymer-Kunststoff (Reichweite: 10 000 Kilometer).
► Der Antriebsstrang kommt ohne klassische Kette aus.

15 Patente stecken im Cyclotron

Wie genau dies alles funktioniert, zusammenspielt, ist ein noch gut gehütetes Geheimnis. Nur so viel: Der Besitzer wird die Technik nicht sehen. Alles wird in der Rahmenkonstruktion untergebracht. 15 Patente stecken hinter der Entwicklung dieses Fahrrades der Zukunft.
Die roten Laserprojektionen sollen andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen – gerade bei schlechten Lichtverhältnissen
Das Cyclotron lässt sich personalisieren: Im Online-Store kann aus verschiedensten Designs gewählt werden oder man entwirft sich direkt eins selbst

Anschubfinanzierung durch Crowdfunding

Das Projekt wird mittels „Crowdfundig“ unterstützt und soll die erforderliche Anschubfinanzierung leisten. Auf der Plattform „Kickstarter“ konnten so 130 000 Euro gesammelt werden. Das sechsköpfige internationale Team hat drei Jahre lang geforscht, getüftelt und gewerkelt. Jetzt sieht das Unternehmen mit dem Ursprung in Nizza (FRA) die Zeit für die Serienreife gekommen.

Lebenslange Garantie auf den Rahmen

Die Zukunft beginnt im Sommer 2017. Dann soll Cyclotron den Zweirad-Markt erobern. Der Preis: 900 Euro (12-Gang) und 2600 Euro (18-Gang-Automatik). Dafür gibt es eine lebenslange Garantie auf den Rahmen, bei Diebstahl wird das Bike kostenfrei ersetzt. Wem es nicht gefällt, der kann es zehn Tage lang umstandslos zurückgeben.

Quelle: Bild.de



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Mittwoch, 3. August 2016

Hessen-Forst-Chef Michael GERST zu Gast bei der Kreis-CDU

Auf Einladung von CDU-Kreisvorstand und CDU-Kreistagsfraktion informierte der Geschäftsführer von Hessen-Forst, Michael Gerst, die Kommunalpolitiker über die Aufgaben und Tätigkeiten seiner Behörde im Bereich der Windenergie. Er berichtete dabei insbesondere über die bestehenden gesetzlichen Regelungen für die Nutzungsüberlassung staatlicher Grundstücke zum Bau von Windenergieanlagen.

Gerst betonte, dass die nachhaltige Sicherung aller Funktionen des heimischen Waldes gegeben sein müsste, bevor Grundstücke zur Nutzung für Windenergie freigegeben werden könnten. Dass dies aus Sicht der CDU beim Bau einigen Anlagen in der Region nicht ausreichend geschehen sei, unterstrich dagegen der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck.

Hessen-Forst, so Gerst, sei insbesondere der Landeshaushaltsverordnung verpflichtet und könne daher nur Vergabeverfahren zu bestehenden Marktwerten durchführen. Dabei sei ein Bieterverfahren in den Vorrangflächen nach der 2. Offenlegung der Regionalplanung mit hohen Staatsanteil zwingend vorgesehen. In diesem Bieterverfahren sollen die Kriterien Wirtschaftlichkeit (80%), regionale und kommunale Wertschöpfung sowie regionale und finanzielle Bürgerbeteiligung (20%) in einem transparenten Verfahren gewichtet werden. „Durch die von der hessischen Landesregierung jetzt beschlossenen „Windenergie-Dividende“ soll die Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz bei der Entwicklung von landeseigenen Flächen erhöht werden. Mit dieser Dividende sollen 20% der erzielten Pachteinnahmen direkt in die beteiligten Kommunen abgeführt werden“, erläuterte der Hessen-Forst-Chef.

Vor der Diskussion hatte der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling die CDU über den Ablauf des Genehmigungsverfahrens und der Baumaßnahmen des Windenergieparks „Am Wehneberg“ informiert. Dort sei was den Standort betrifft, sicher nicht alles optimal und nach seinen Vorstellungen verlaufen.

CDU-Fraktionschef Herbert Höttl kritisierte in diesem Zusammenhang die Weiterveräußerung der Anlagen an einen schwäbischen Investor, „der sich sein Windkraftgewissen in unserer schönen Mittelgebirgslandschaft freigekauft hat“. Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer, der Vorsitzende der BI Neuenstein Dr. Dirk Niebel und Kreisbauernverbandsvorsitzender Friedhelm Diegel warnten in der Diskussion vor einer weiteren Verspargelung unserer Gebirgshöhen. Auch für deren Schutz habe Hessen-Forst einen staatlichen Auftrag der mit Forstzubehör zu bewerkstelligen sein wird.

CDU-Kreisvorsitzender Timo Lübeck und Fraktionschef Herbert Höttl blieben abschließen bei ihrer kritischen Auffassung und unterstrichen: „Unsere Region hat ihren Anteil beim Bau von Windkraftanlagen schon lange mehr als erfüllt.“ Dennoch sei es trotz unterschiedlicher Auffassungen gut, sich mit den Argumenten des Anderen auseinanderzusetzen, dankten sie Michael Gerst für seine Erläuterungen.

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Dienstag, 2. August 2016

Wie du in langweiligen Meetings nicht einschläfst

Im Büro mitten in der Besprechung einnicken und mit dem Kopf auf die Kekse knallen? Peinlich! Hier kommen ein paar Tipps, wie du dich wachhalten kannst.

Meetings gehören zum Arbeitsalltag. Im Idealfall ist so eine Besprechung interessant und produktiv. Du hörst zu, beteiligst dich mit konstruktiven Beiträgen und am Ende sind alle zufrieden, weil etwas Wichtiges besprochen oder beschlossen wurde.

Leider ein Einzelfall.

Viel häufiger ist die zähe Variante: langweilige Vorträge, endlose Redebeiträge, Diskussionen, die sich im Kreis drehen, kein Ergebnis in Sicht. Deine Lider werden schwerer und schwerer und du fühlst dich vom monotonen Wortschwall wie hypnotisiert. Dann fällt dein Kopf auf die Brust, du schreckst hoch und alle gucken. Unangenehm!

Doch das muss nicht sein.

Mit diesen Tipps überstehst du todlangweilige Meetings:

Bewegung
Schon vorher kannst du dafür sorgen, dass du etwas wacher bist – mit Bewegung. Lauf schnell nochmal rüber zum Kaffeeautomaten oder in die Kantine und hol dir einen Kaffee, eine Mate oder eine Cola. Das Koffein hält dich zusätzlich wach.

Kritzeln
Kritzeln ist keine Ablenkung, sondern macht konzentrierter und kreativer. Abigail Sellen und Richard Harper haben in ihrer Studie „The Myth of the Paperless Office“ herausgefunden, dass zielloses Zeichnen die Konzentration fördert und uns so zu neuen Perspektiven verhilft. Für diejenigen ohne jegliches zeichnerische Talent, die nicht ohne Vorlage kritzeln mögen, gibt es in Buchhandlungen Kritzelblöcke mit Malübungen.

Innere Ablenkung
Tu so, als würdest du zuhören, indem du Blickkontakt mit dem*der Redner*in hältst und an passenden Stellen nickst – aber plane stattdessen in Gedanken einfach schon mal deine kommende Woche. Geschenkideen, Garderobe, Einkaufslisten. Oder auch die nächste Weltreise. Zum Glück kann niemand in deinen Kopf gucken!

Essen und trinken
Gerade nach dem Mittagessen schlägt die Müdigkeit gnadenlos zu. Mach danach einen kleinen Spaziergang, denn frische Luft und Sonne geben Energie und killen die Müdigkeit. Auch viel Wasser gibt dir einen Kick. Zitrusfrüchte, Ingwer, Bananen und Nüsse machen ebenfalls wach. Und sind auch viel gesünder als die komischen Kekse im Konfi.

Frische Luft
Wenn du merkst, wie deine Augenlider bleischwer werden, frage, ob du ein Fenster öffnen kannst. Dass du zum Fenster gehst und frische Luft bekommst, wird deinem Kreislauf helfen. Und auch deine*n Kolleg*innen im Raum wird der Sauerstoff gut tun.

Surfen
Falls du im Meeting dein Notebook dabei hast und über WLAN ins Internet kannst, ist das natürlich der Jackpot. Du kannst Online-Läden durchforsten, Nachrichten lesen oder Bullshit-Bingo für Meetings spielen. Selbstredend musst du aufpassen, dass du nicht auf NSFW-Seiten gehst und deine Kolleg*innen und dein*e Chef*in das sehen.

Fitness
Du kannst die Zeit im Meeting auch dafür nutzen, Muskelkraft aufzubauen. Und zwar mit isometrischen Übungen im Sitzen. Das heißt, du spannst die Muskeln an, hältst die Anspannung etwa 15 Sekunden lang und entspannst dann wieder.

Beispiele gefällig?
Die Beine unterm Tisch ausstrecken, sodass sie eine Linie ergeben und leicht anheben, Spannung 15 Sekunden lang halten und wieder entspannen. Das Gleiche geht auch im Sitzen mit angewinkelten Beinen, dann hebst du die Knie. Im Sitzen die Gesäßmuskeln einzeln oder gleichzeitig anspannen und nach Belieben wiederholen.

Um Schultermuskeln, Trizeps und Bizeps zu trainieren: Hände in den Schoß legen und Hände zusammenführen, sodass sie sich berühren. Finger verschränken, Arme leicht anheben, sodass sie vorm Bauch eine Linie bilden. Jetzt die Arme so stark wie möglich auseinander ziehen, ohne die verschränkten Finger dabei zu lösen.

Und wenn gar nichts mehr geht: Einfach selbst das Wort ergreifen und andere müde machen. Damit so etwas nie wieder passiert.

Quelle: Zeit Online



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Weniger Scheidungen, viele uneheliche Kinder

Im vergangenen Jahr wurden weniger Ehen geschieden als 2014. Auch die Ehedauer steigt weiter. Gleichzeitig kommt in Deutschland jedes dritte Kind unehelich zur Welt.

Die Zahl der Ehescheidungen ist 2015 leicht zurückgegangen. Mit 163.335 Scheidungen wurden im vergangenen Jahr 1,7 Prozent weniger Ehen geschieden als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Niedriger war die Zahl der Scheidungen zuletzt vor mehr als 20 Jahren.
Fast 83 Prozent der Paare hatten zuvor eine Trennungszeit von einem Jahr, rund 16 Prozent von drei Jahren hinter sich. Von der Scheidung ihrer Eltern waren etwa 132.000 minderjährige Kinder betroffen. Frauen reichten etwas häufiger die Scheidung ein als Männer: 51 Prozent der Scheidungsanträge kam von den Ehefrauen, 41 Prozent von den Männer. Die übrigen Anträge wurden gemeinsam gestellt. Bei den gut 81.000 Trennungen von Paaren ohne minderjährige Kinder reichten die Frauen 50 Prozent der Scheidungsanträge ein, bei Scheidungen mit vier oder mehr Kindern waren es dagegen 60 Prozent.

Der Trend zu langen Ehen und einem höheren Durchschnittsalter der Geschiedenen hält damit weiter an. Die 2015 geschiedenen Ehen hatten im Durchschnitt etwa 15 Ehejahre bestanden. Für die 1990 Geschiedenen lag die durchschnittliche Ehedauer noch bei 11,5 Jahren. Seit 1990 stieg der Altersdurchschnitt der Geschiedenen um fast 8 Jahre an, bei Männern auf gut 46 Jahre, bei Frauen auf gut 43 Jahre. Dies sei auch eine Folge des späteren heiratens, so das Statistische Bundesamt.

Jedes dritte Kind kommt in Deutschland unehelich zur Welt

Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat herausgefunden, dass in Deutschland jedes dritte Kind unehelich auf die Welt kommt. Deutliche Unterschiede bestehen hier zwischen Ost- und Westdeutschland: Danach kamen im Osten im Jahr 2014 mit durchschnittlich 59 Prozent doppelt so viele Kinder nichtehelich auf die Welt wie im Westen. Im Westen betrug die Quote 29 Prozent.

Im Bundesschnitt lag der Wert bei 35 Prozent. Insgesamt waren von den 714.927 Kindern, die im Jahr 2014 in Deutschland geboren worden seien, 250.074 nichtehelich, das geht aus der Studie hervor.

Die höchsten Quoten für nichteheliche Geburten fallen demnach im Osten auf die Stadt Brandenburg mit 70 Prozent sowie den Stadtkreis Dessau-Roßlau, die Stadt Cottbus und den Kreis Elbe-Elster mit jeweils 69 Prozent. Nur im katholisch geprägten Landkreis Eichsfeld in Thüringen haben demnach weniger als 50 Prozent der Kinder unverheiratete Eltern (46,5 Prozent). Im Westen wurden im Kreis Wilhelmshaven die meisten Kinder unehelich geboren, die Quote lag hier bei 48,2 Prozent. Im Landkreis Eichstätt in Bayern war die Quote mit 17,6 Prozent am geringsten.

Insgesamt lebten im vergangenen Jahr in Deutschland rund 5,2 Millionen Kinder bei unverheirateten Eltern, wie die Funke-Zeitungen mit Bezug auf neueste Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichteten. Mit rund 3,8 Millionen Kindern lebte der größte Teil davon bei Alleinerziehenden Müttern oder Vätern.

 

Quelle:  http://ift.tt/29HQZe4



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